Die Dekadenz der Macht

Der Mensch – den sogenannten Homo Sapiens – ist im Vergleich zu der Tierwelt die größte Bedrohung für diesen Planeten. Insbesondere bei Machtausübung in Staatsangelegenheiten, Unternehmensführung und Führung im Allgemeinen und falls die Macht mit Größenwahn vermischt ist, liefert uns diese Spezies eine dekadente Elite, die sich nur noch mit einer Aufgabe beschäftigt: Seinen Personenkult.Diese Selbstdarsteller sind von übertriebenem Egoismus, Individualismus und Menschenverachtung geprägt. Unter anderem mittels Korruption wird er stark angetrieben.

Ich kenne eine Stadt in Deutschland, die seit eh und je den ersten Preis der korrupten Städte Deutschlands verdient hat. Selbstverständlich meine ich: Köln. Die nicht Einhaltung von städtischen Auftragsprozessen, wie zum Beispiel beim U-Bahn-Bau der Nord-Süd-Trasse oder ganz frisch beim Asphaltieren der Rheinpromenade in der Altstadt, bei der Abwicklung des Messevertrags oder auch noch beim Personalkarussell mit einer namhaften Politfigur namens Martin Börschel (SPD) – fast wie im Lotto gewonnen… mit unseren Steuergeldern – ist ein ganz normal kriminelles Tagesgeschäft, das jedes Jahr beim Karneval  auf ironische Weise kritisiert wird, dafür aber für den Rest des Jahres in den Genen dieser Stadt fest verankert bleibt.

Fehlplanung oder nicht Einhaltung von den vom Stadtrat genehmigten Entwicklungsprozessen wie zum Beispiel den Ring für alle Verkehrsteilnehmer/innen attraktiv zu gestalten, oder bei der Umsetzung von Schulbaumaßnahmen bzw. städtischen Gebäudesanierungen hat diese Stadt eine solide Prise Anarchismus verpasst bekommen. Hier darf die Anarchie regieren, Hauptsache man bekommt als Politiker/in sein eigenes Interesse erfüllt. Wie oder welche öffentliche Mittel für das Interesse verscherbeln werden, ist vollkommen egal. Mit einer Armlänge wird Oberbürgermeisterin Henriette Reker alles wieder gut machen und seine Leute von dubiosen Machenschaften auf Distanz halten… zum Mindesten es versuchen… oder es erst gar nicht. Genau so wie ihre Vorgänger weiß sie die Korruption in dieser Stadt zu schätzen. Ohne die Korruption würde diese Stadt nicht chaotisch und dekadent genug sein, um doch als eine unter den „liberalsten“ Städten Deutschlands beliebt zu sein.

Wie kann diese Stadt sich von diesem mafiosen Bild trennen? Welche Politik braucht diese Stadt, um alle Bürger/innen eine positives und engagiertes Bild zu geben? Was müssen wir tun, um dubiose Machenschaften zwischen die politische Führung und die Auftragnehmer zu verbieten?

Um beliebt zu bleiben, müssen die Kölner Bürger/innen mehr Transparenz bei Vertragsvergaben miterleben und sich tatsächlich an die Stadtentwicklung beteiligen. Das verlangt mehr Einsatz, denn die Mittel zu einer partizipativen Gesellschaft sind vorhanden. Leider sind sie noch unbekannt. Die Bürger/innen haben die Möglichkeit sich über alle laufenden Projekte der Stadt (https://ratsinformation.stadt-koeln.de/infobi.asp) zu informieren. Das ist der erster Schritt, um das mafiose Bild im Hintergrund zu stellen. Die Politik muss ebenfalls eine partizipative Rolle aller Bürger/innen fördern. Und das geht nur, wenn die Politik sich um seine Wähler/innen kümmert. Bürgernah und Kommunikation sind mehr denn je gefragt. Wir, die Bürger und Bürgerinnen dieser Stadt haben ein Einsichtsrecht  in allen Vergabeaufträgen, die unser Leben beeinflussen. Es handelt sich um Steuermittel, die nicht nur Mal so vorhanden sind, um Geschäfte mit skrupellosen Auftragnehmern abzuschließen wie zum Beispiel im Fall des „Hotels Horitzky“. Eine strikte Trennung zwischen politische und geschäftliche Tätigkeiten benötigt einen Kodex, den von jedem/r Politiker/in zugestimmt werden muss. Bei nicht Einhaltung können Strafmaßnahmen gegen die/n Beschuldigte/n getroffen werden. Um das Vertrauen der Kölner Bürger/innen in der Stadtverwaltung zu gewinnen, sind diese Vorschläge in deren Umsetzung dringend notwendig, um weitere Desaster in dieser Stadt zu vermeiden.

Ihre konstruktiven Kommentare, Vorschläge und Forderungen sind mir herzlich willkommen. Zusammen können wir mehr für ein wertvolles Leben in Köln bewegen.

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