Aller Verbrecher, oder was?

Drei Millionen Jahre und kaum Etwas aus seiner eigenen Geschichte gelernt.
Drei Millionen Jahre und 10.000 darunter sich stets mehr gegenseitig beneiden und bekriegen.
Drei Millionen Jahre und keinen Frieden weder mit sich selber noch mit seinem Nächsten geschlossen.
Was für eine miese Geschichte!

Mord und Totschlag gibt es schon seit dem Geburt des Homo Sapiens1. Den ersten belegbaren Mord gab es in der Altsteinzeit angeblich vor etwas 430.000 Jahren2. Als der Mensch (ca. 43.000 bis 10.000 vor Christus) noch mobil (Nomade) und dadurch viel unterwegs (Nahrungssuche) war, wäre Krieg voll und ganz irrational gewesen.

Erst mit Beginn der Sesshaftigkeit könnte laut zwei gegenübergestellten Theorien den ersten Gesellschaftskrieg stattgefunden haben3. Thomas Hobbes sah Gewalt als einen natürlichen Zustand des Menschen während Jean Jacques Rousseau frühe Gesellschaften als überwiegend friedlich betrachtete4.

Als jagen (heute Kaufen, am liebsten Digital) und sammeln (ist genetisch geprägt und geblieben) für das Wohlbefinden einer Gemeinschaft (Gruppe, „Sippe“ oder Clan) durchgeführt wurden, fingen Gesellschaftsstrukturen sich anzubauen. Im Laufe der Menschheitsgeschichte gingen zahlreiche Zivilisationen auf, aber auch schnell mal wieder runter. Warum? Angst und Neid sind meiner Ansicht die Hauptursachen von fast allen Streiten und Kriegen. Angst und Neid sind die besten kognitiven Waffen.

Thomas Hobbes sprach von „Krieg aller gegen alle“. Gewalt und Krieg gehören laut Hobbes zur natürlichen Menscheneingenschaften bzw. zu einer Norm – vielleicht genetisch geprägt. Rousseau dagegen betrachtete den Wurzeln von Gewalt und Krieg in der Zivilisation.

Seit der Zeit von Thomas Hobbes und Jean Jacques Rousseau haben sich die Menscheneigenschaften innerhalb unserer Zivilisation – in diesem Fall als Gesamtheit der Menschheit zu verstehen – einerseits wegen den wissenschaftlichen Fortschritten zu einer ziemlich freiheitlichen demokratischen Gesellschaft entwickelt, andererseits aber, zu einem immer mehr werdenden unvernünftigen Individuum, das sich mehrheitlich durch Gefühle und Illusionen5 (Emotionen) gerne steuern lässt.

Dennoch könnte der Mensch ohne Gefühle und Emotionen gar keine Entscheidung treffen, denn er dann alles kontinuierlich infrage stellen würde. Die Illusionen wurden ihm mittels den kognitiven Techniken aus dem Marktradikalismus eingeprägt. Die Informationen aus Emotionen und Illusionen spielen bei der Schaffung einer subjektiven Realität eine wesentliche Rolle, weil mittels Sinnesreizen, Erinnerungen und Emotionen eine grundsätzliche Verarbeitung dessen, was wir entscheiden, im Gehirn stattfindet.

In dieser Konstellation spielt die stets mehr wachsende Komplexität unserer Gesellschaften eine wesentliche Rolle, die sowohl zu einer erheblichen Irritation der Menschheit beigetragen, als auch zu einem irrsinnig gewordenen Wesen geführt hat. In den letzten vierzig Jahren hat die Kommunikationstechnologie eine auf sich selbst gestelltes Individuum modelliert. Insbesondere, seitdem der Diskurs in der Kommunikation untersagt ist, leidet die Meinungsfreiheit stark unter einer von der Herrschaft legitimierten Staatsräson. Aber, kann in diesem Fall noch von Vernunft (Räson) tatsächlich die Rede sein?

Durch seine Vermehrung und die technologische Entwicklung bleibt unserem Individuum keine andere Wahl übrig, sich die Dinge des alltäglichen Lebens durch Dritten herstellen zu lassen. Viele unter diesen Dingen liefern keine wesentliche Bedarfserfüllung für die Menschheit. Für eine Minderheit hingegen ist die unvernünftige Jagd zu einem sinnlosen und kriegstüchtigen Sammelspielkasino geworden, das unsere eigene Existenz wegen den exzessiven physischen und psychischen Schaden konsequent bedroht.

Meiner Meinung hängt die Hauptursache dieser Misere mit dem Fehlen eines vernünftigen Verantwortungsselbst­bewusstseins6 zusammen. Das trifft besonders der Mehrheit zu. Hingegen weißt die Minderheit diese bei der Mehrheit fehlende Eigenschaft für seine kognitiven Kriegsführungen sehr gut zu nutzen, und wie sie hiermit seine Subjekte mit Weisungen – in diesem Fall als Verordnungen zu interpretieren – einen Sinn am Leben schenkt.

Diese Klasse „für sich“ schreckt vor nichts zurück. Auch nicht vor Megalomanie (Größenwahn), Willkür und Zynismus, unstillbare Gier nach Ausschweifung und Perversem, schier unbegrenzte kriminelle Energie von mehr oder weniger prominenten, aber mächtigen glücklichen Kerle. Sie sind die Vergewaltiger unserer Welt.

Deshalb ist die Zeit der großen Entsorgung gekommen. Es ist die Zeit uns von diesen notgeilen alten und jungen Geldsäcken zu trennen, ja, sogar diese wegzuwerfen. Genauso, wie sie uns als Wegwerfprodukt behandeln. Nur, dass es klar ist: ich will keine Gewaltanwendung gegen diese Minderheit hervorrufen. Diese Klasse „für sich“ kann ich mittels Vernunft und der Schaffung eines für mich sinnvollen Lebenswegs widerstehen.

Wie das bei mir positiv funktioniert, erfährst du im Rahmen meiner Aktion „Die große Entsorgung7. Die von mir aufgestellten „Weisungen“ sind als mögliche „Richtungen“ zu verstehen und sollten dir einen Weg „zeigen“, den du vielleicht probieren kannst. Dieser Weg zu betreten kann sogar vielleicht Emotionen und Gefühle hervorrufen, die uns einen gemeinsamen glücklichen Lebenssinn schenken kann.

  1. Markus Brauer, Als der Mensch sesshaft wurde, kam der Krieg in die Welt https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.urspruenge-von-krieg-und-gewalt-als-der-mensch-sesshaft-wurde-kam-der-krieg-in-die-welt.c8f03798-e9fd-4e6a-9371-48e56a87910a.html ↩︎
  2. Ibid. ↩︎
  3. Ibid. ↩︎
  4. Ibid. ↩︎
  5. Vince Ebert, Wot se fack, Deutschland, S. 136, Abs. 1 ↩︎
  6. Vernunft und Selbstbewusstsein sind zentrale Stufen in Hegels Phänomenologie des Geistes, die als dialektische Entwicklungsstufen des Geistes verstanden werden. ↩︎
  7. Die große Entsorgung, https://human-dignity.org/die-grosse-entsorgung/ ↩︎

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