Das Zusammenleben fördern

Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass viele wichtigen Dinge des Lebens an uns vorbeigehen, und, wir merken es kaum!? Vielleicht wurden wir von der Zeit überholt? Oder haben wir irgendwie nicht genau aufgepasst, welche Einschränkungen uns in den letzten dreißig Jahren für unsere Lebensqualität aufgezwungen wurden?

Unter andere, wenn schon viele sich mit einem niedrigen bzw. mittleren Einkommen zufrieden geben müssen, oder, wenn wir einer Minderheit angehören, egal ob diese Minderheit eine effizientere und umweltfreundlichere Lebensqualität fördert und fordert, oder auch eine Normalität bei der gleichgeschlechtlichen Orientierung erwartet. Wir alle haben mit dem Aushöhlen unserer Demokratie zu kämpfen.

Was verstehen wir unter wichtige Dinge des Lebens? Und wie interpretieren wir das? Ist das der übertriebene Konsum, der viele unter uns miterleben und mitmachen? Wenn wir das „Erleben“ auf dieses Ding reduzieren, dann wissen wir wenig über die wahren Werte der Dinge des Lebens. Für mich ein unter vielen wichtigen Dingen des Lebens ist das Recht von Minderheiten zu fördern. Genau so wie die Mehrheit haben die Minderheiten ein Recht auf ein vernünftiges Leben und dieses Recht muss unberührt bleiben.

Der Monat Juli hat uns zwei guten Beispiele in Köln geliefert, dass die lokale Förderung eines guten Zusammenlebens funktioniert, wenn die Bürger/innen einer Stadt sich selber organisieren. Das erste Beispiel fand Anfang des Monats statt. Der Tag des Guten Lebens. Allerdings aufgeteilt wie es dieses Jahr war, hat mir persönlich nicht ganz gut gefallen. Die Teilnehmer/innen waren auf eine sehr große Fläche verstreut. Das erfordert bei den Besuchern/innen ein gutes Orientierungsgefühl und eine gute Kondition bei den ausnahmsweise erhöhten Temperaturen, die dieses Jahr mal wieder neuen Rekordanstieg in Deutschland erreicht haben. Aber nach Meinung einiger Personen unter der Elite soll die durch die Menschen verursachte Klimawandlung kaum eine Rolle bei diesem Anstieg spielen. Ein Schelm wer dabei schlecht denkt. Der Profit muss weiterhin übereinstimmen, egal ob mit oder ohne Umweltschutz. Am Tag des Guten Lebens wurde „Das“ mit der Klimawandlung mal wieder sehr gut aufgeklärt. Und ja, man sollte aus „Weniger“ mehr machen. Und wie das funktioniert, das erfahren Sie hier:

NaBis e. V.
Querwaldein e. V.
The Good Food
Energiegewinner eG
Robin Wood e. V.

Das ging selbstverständlich mit alternativer Mobilität weiter, wie zum Beispiel den ADFC Köln e. V. (https://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-koeln/adfc-koeln-ev.html) und gute Ernährung wie Solidarische Landwirtschaft Köln e. V. (https://solawikoeln.wordpress.com/). Die Politik, globales Engagement und Kunst und urbane Intervention waren auch vertreten. Organisiert wurde der Tag von AGORA Köln (http://www.agorakoeln.de/).

 

Das zweite Beispiel, vielleicht für viele ein Schauspiel – ist es auch teilweise – ist der CSD. Das Motto dieses Jahres war „Coming Out“ (http://www.colognepride.de/2018/05/04/motto-2/). In einem Wort: seine geschlechtliche Orientierung ausleben. Für viele heute noch eine Hürde, denn der Druck in einigen Teilen Deutschlands ist sehr hoch. Ob man unbedingt seine Orientierung mittels extravaganten Mitteln zeigen muss, bleibt selbstverständlich fraglich. Allerdings ein Recht auf gleichgeschlechtliche Freiheit sollte heute in Deutschland kein Hindernis mehr sein. Oder? Nur, wenn Minderheiten bedroht werden, dann müssen unsere Regierende unbedingt eingreifen. Mit Minderheiten meine ich auch Asylsuchende. Unter diesen Asylsuchenden befinden sich auch Menschen mit gleichgeschlechtlicher Orientierung, die gerne ihr „Coming Out“ ausleben möchten. Und dieses Ausleben muss ohne drohende Gewalt möglich sein.

Die ILGA (International Lesbian and Gay Association) hat in Mai 2017 eine Karte (https://www.ilga.org/maps-sexual-orientation-laws) über den Schutz der gleichgeschlechtlichen Minderheiten herausgegeben. Markant ist, dass alle stark religiös geprägten Länder diese Lebensform stark diskriminieren, sogar steht die Todesstrafe im Gesetz verankert, wenn zum Beispiel zwei Männer sich lieben. Warum fordern Länder nicht, die ihre Minderheiten schützen, von den Ländern (72 Länder weltweit darunter auch Polen, Rumänien, alle islamischen Länder usw.), die ihre Minderheiten verfolgen und töten, mehr für die Menschenrechte zu tun? Steht es denn nicht in allen Religionen fest, dass man sein Nächste „lieben“ soll? Wo steht dann in einer Religion fest, dass eine imaginäre Göttlichkeit die Liebe zwischen gleichgeschlechtliche Menschen verbietet, sogar diese Lebensart mit der Todesstrafe droht? Wer sein Land mit Hass gegen Minderheiten regiert, hat meiner Ansicht mein Respekt verloren. Klar, die „guten“ Länder dürfen sich in inneren Angelegenheiten eines „schlechten“ Landes gesetzlich nicht einmischen. Das garantiert die Souveränität eines Staaten und das ist demokratisch berechtigt. Aber ehrlich, wer im Kopf nicht frei denkt, kann nicht an das Gute glauben. Deshalb sind meiner Meinung alle Religionen heilbar.

Mehr zum CSD Themen, die mir persönlich angesprochen haben:

Nur, wenn wir lernen, dass jeder Mensch ein Recht auf Freiheit im Leben hat, solang dieses Recht das Recht anderen nicht beeinträchtigt, dann wissen wir wie ein unter den wichtigen Dingen heißt, und zwar: Zusammenleben.

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