#PULSEOFEUROPE, die Wunderinitiative

Jeden Sonntag treffen sich die Kölner Anhänger von #PULSEOFEUROPE (siehe meinen Blogartikel #PULSEOFEUROPE, wer genau ist der Initiator) euphorisch am Roncalli Platz, aber auch in weiteren 85 europäischen Städten. In Köln wird die Organisation lokal von Elisabeth und Christophe Kühl geführt. In dem Kölner Stadtanzeiger Online vom 9. April 2017 (Die Organisation im Interview – „Natürlich ist Europa sexy“ – Pulse of Europe in Köln) wurde von Herrn Uli Kreikebaum sehr einseitig über diese Organisation berichtet.

Christophe Kühl ist Gesellschafter der Kanzlei Epp und Kühl in Köln. Diese ist wiederum genau so wie die Kanzlei GREENFORT aus Frankfurt am Main auf dem Gebiet u. a. internationales Vertragsrecht spezialisiert. Herr Dr. Daniel Röder ist der Trauzeuge von Christophe und Elisabeth Kühl gewesen, also an sich sehr gute Freunde. #PULSEOFEUROPE gibt es momentan in 85 europäischen Städten und ist seit Ende 2016 fast aus dem Nichts entstanden.

Es ist sehr bedenklich, denn ohne große Mittel kann man in der Regel keine Initiative dieser Größenordnung einfach aus dem Boden stampfen. Die Organisation wird zentral von Herrn Dr. Daniel Röder aus Frankfurt am Main geführt und die europäischen Niederlassungen werden meistens von Rechtsanwälten/innen initiiert und geführt.

Zum Beispiel in Frankreich ist die Initiative eng mit dem „Maison de l‘Europe de Paris“ verbunden, das wiederum mit der „Stratégie Europe 2020“ vernetzt ist. Vor 60 Jahren wurde das „Maison de l‘Europe de Paris“ zusammen mit der Gründung des Vertrags von Rom gegründet. Selbstverständlich wird das „Maison de l‘Europe de Paris“ von der EU mit unseren Steuergeldern gefördert, dessen Präsidentin Frau Catherine Lalumière  ist. Sie ist  Rechtsanwältin und war zwischen 2001 und 2004 Vize-Präsidentin des europäischen Parlaments. Ebenfalls ist sie in der „Mouvement européen“ involviert, die wiederum in Deutschland vom Auswärtigen Amt (in Frankreich Office des Affaires Étrangères) finanziert wird.

#PULSOFEUROPE wird eindeutig von der europäischen Bewegung europaweit von den EU Behörden gefördert und mitfinanziert. Diese Bewegung ist ein Sammelbecken von Rechtsanwälten, Wirtschaftsverbänden, Banken- und Finanzinstitutionen, die nur ein Ziel haben: Die europäischen Staaten schlanker sogar inexistent machen, um Platz mittels Freihandelskommen (CETA, TTIP, TISA und EGA) für die großen Privatisierungen zu machen.

Bei #PULSEOFEUROPE sucht man vehement nach Lösungsvorschlägen für die europäischen Krankheiten. Diese sind entweder nicht vorhanden oder stark verwässert. Aber die gute Mitte macht mit, ohne Etwas über diese Organisation genauer zu hinterfragen. Die von der Wirtschaft aufgekaufte Presse macht selbstverständlich mit und stellt den Gründern/innen kaum Fragen über die wirkliche Ziele ihrer Organisation. Deshalb betrachte ich diese Organisation mit großem Skepsis und als einen neoliberalen Fall.

Es ist unsere Pflicht wachsam zu bleiben und hinter den Kulissen zu recherchieren. Außerdem sollte man sich von den Massenmedien nicht so schnell über den Tisch ziehen  lassen, denn die Gefahr ist zu groß, um eine Organisation dieser Art euphorisch beizutreten.

Sobald mir mehr Informationen über das gesamte Machtwerk der #PULSEOFEUROPE zur Verfügung steht, werde ich Sie in einem nächsten Blogartikel auf dem Laufenden halten.

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